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Seit 9 Jahren fĂŒhlt sich der KĂŒnstler Sri KeTaN Rolf Tepel sehr frei. Solange lebt und arbeitet er schon auf einem BrachgelĂ€nde am Eifelwall mitten in Köln, seinem “freien Denkraum”. Beim CreativeMorning am 21. November hoch ĂŒber den DĂ€chern Kölns im Deutzer “KölnSky” hat uns KeTaN erklĂ€rt, was fĂŒr ihn das Monatsthema “Chance” bedeutet.

Im Prinzip versteht KeTaN eine Chance als GlĂŒcksfall. Wie die Chance, seine Ideen mit der CreativeMornings Köln Community teilen zu dĂŒrfen: “Ich bin heute so gerne aufgestanden wie schon lange nicht mehr.” 

Dabei fehlt es dem KĂŒnstler sicherlich nicht an Motivation, morgens aufzustehen. “Ich investiere meine Zeit in das Werk, ein vermĂŒlltes GelĂ€nde zu transformieren. Dabei entstehen Ekstasen. Dann stehst du auf, guckst dich um, und lĂ€sst erst mal die Welt fĂŒr dich sprechen, bevor du einen Plan fasst.” Er spricht von 9.000 Quadratmeter am Eifelwall, die er und seine Mitstreiter mit Hilfe von Besen und Schaufeln freigerĂ€umt und somit öffentlich zugĂ€nglich gemacht. Es ist ein Freiraum fĂŒr den kreativen Menschen geworden, die sich in die Mitgestaltung einbringen wollen.

Seit 20 Jahren ist er in Köln unterwegs, davon viele Jahre zu Fuß als “stĂ€dtischer Vagant”, wie er selber sagt, hat in allen Stadtteilen schon einmal gewohnt. Offene Ohren fĂŒr kreativere AnsĂ€tze der StĂ€dteplanung sind im dabei jedoch selten begegnet. Wie zum Beispiel seine Idee, die leerstehenden Etagen des Kölner Fernsehturms als stĂ€ndige Stadtkonferenz zu nutzen, wo alle guten Ideen willkommen sind. Denn der kreative und freie Dialog fehlt ihm in Köln.

Sein Zirkuswagen, in dem er viele Jahre ĂŒberall in Köln gelebt hat, ist seine “Form der Freiheitsarchitektur”. Denn wir leben in einer Ausschlussarchitektur, mit verschlossenen TĂŒren und Alarmanlagen, sagt KeTaN. “Wir schaffen eine Welt, in der wir uns nach innen wegsperren und nach außen den Zutritt verwehren.”

Auf dem EifelwallgelĂ€nde hat er seine Freiheit gefunden. Zumindest temporĂ€r. Bis zum 1. Mai 2015 ist ihm die Nutzung des GelĂ€ndes rechtlich zugesichert, bevor KeTaNs “freier Denkraum” dem neuen Stadtarchiv Kölns weichen soll. Und auch diese Chance nutzt der KĂŒnstler. Sein neustes Projekt: Der Bau des kleinen Theaters “Unter der Eiche” fĂŒr 13 Zuschauer. Das Theater ist einer wunderschönen alten Eiche auf dem GelĂ€nde gewidmet, die fĂŒr den Neubau gefĂ€llt werden soll. 

Willkommen in seinem Freiraum fĂŒr den kreativen Menschen ist ĂŒbrigens jeder: “Kommt zu Besuch und steigt mit ein!”

Du hast KeTaNs Vortrag verpasst? Kein Problem, hier kannst du ihn dir noch einmal in voller LĂ€nge ansehen.